Samstag, 5. April 2008

Auf Glatzen Locken drehen?

Haarausfall ist sicher nichts Lebensbedrohliches. Doch für die meisten Betroffenen stellt die Alopezie eine enorme psychische Belastung dar. Oft kann der Hausarzt jedoch mit ein bisschen Know-how in Sachen Haare beunruhigten Patienten die Angst nehmen, in Kürze kahl zu werden. Denn hinter dem Haarausfall kann ein harmloser, saisonaler "Fellwechsel" oder ein Eisenmangel stehen. Auch wenn sich keine kausale Therapie anbietet, gibt es einige Möglichkeiten, wieder Haare sprießen zu lassen.

"Hilfe, mir gehen die Haare aus!" Mit diesem Appell wird auch der Hausarzt gelegentlich konfrontiert. Die wichtigste Frage lautet dann: "Wie lange haben Sie das denn schon?" Denn häufig sei der Haarausfall eine vorübergehende Störung, der eine Synchronisierung des Haarwuchszyklus zugrunde liege, sagt Dr. Jens Meyer, niedergelassener Dermatologe in Bremen. Wichtig sei vor allem, die Patienten ernst zu nehmen und sich die Kopfhaut anzusehen, so Meyer. Vielfach gebe schon das Haarverteilungsmuster Hinweise.

Nach Infektion gehen die Haare aus
Oft gibt sich das Ausfallen der Haare nach drei bis sechs Monaten. Ursache für diesen vorübergehenden diffusen Haarausfall können vorausgegangene schwere, fieberhafte Infektionen sein. So gingen beispielsweise nach einer Salmonelleninfektion fast immer die Haare aus, berichtet Professor Rudolf Schopf, Leiter der Haarsprechstunde der Universitäts-Hautklinik Mainz.
Des Weiteren kommen Hormonschwankungen, zum Beispiel nach einer Schwangerschaft, als Ursache infrage. Vor allem bei Frauen kann der Haarverlust saisonal bedingt sein. Besonders im Frühjahr und Herbst kann es vermutlich durch den Lichteinfluss quasi zu einem "Fellwechsel" kommen. Meyer berichtet auch vom Phänomen des idiopathischen chronischen telogenen Effluviums (CTE), wobei ein erhöhter Haarwechsel besteht, bei dem die Haare kommen und gehen. Auf der Kopfhaut sprießen die Haare regelrecht und in normaler Anzahl, aber sie fallen früher wieder aus. Hier kann die Patientin dahingehend beruhigt werden, dass Sie zwar weniger Haarmasse hat, aber die Anzahl der Haare gleich bleibt und keine Kahlköpfigkeit zu befürchten ist.

Eisenmangel macht Haarausfall
Dauert ein Effluvium länger als ein halbes Jahr, spricht dies für eine chronische Form des Haarausfalls. Hier kommen bei diffusem Lichten des Haares chronische Mangelzustände, vor allem ein Eisenmangel, infrage. Bereits ein erniedrigter Ferritinwert kann zu einem diffusen Effluvium führen, auch wenn der Eisenwert selbst noch normal ist. Daher sollte der Ferritinwert immer im sicher gesättigten Bereich liegen. Zielwert ist hier ein Ferritinwert um die 70 µg/ml. Auch niedrig-normale Werte könnten auf eine Eisenmangel-bedingte Alopezie hinweisen, so Schopf.
Laut Lehrbuch sollten bei chronisch diffusem Haarausfall die Schilddrüsenwerte geprüft werden. "Tatsächlich ist eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse als Ursache für einen Haarverlust eher selten", erläuterte Schopf.

Nebenwirkung Alopezie
Häufiger hingegen ist Alopezie eine Nebenwirkung von vielen Medikamenten. Schopf nannte hier beispielhaft Antikoagulanzien, Lipidsenker, Betablocker, ACE-Hemmer und Antidepressiva. Weitere Substanzen, die das Haarwachstum beeinflussen, können unter www.haarerkrankungen.de nachgelesen werden.
Mangelzustände ausgleichen, Ursachen beseitigen – das gelingt nicht immer. Besonders nicht, wenn Stress die Ursache des diffusen Haarausfalls ist. Unterstützend können Nahrungsergänzungsmittel wie Pantovigar N® eingesetzt werden, für dessen Wirksamkeit positive Studienergebnisse vorliegen.

Kampf der Männerglatze
Die häufigste Form ist der anlagebedingte androgenetische Haarausfall mit den typischen Geheimratsecken und der Lichtung im Scheitelbereich bis hin zur Tonsur. Diese Form des Haarverlusts kann auch bei Frauen – besonders nach den Wechseljahren – auftreten. Jedoch sei die Verteilung nicht ganz so typisch, sagt Meyer. Hier lichte sich das Haar vor allem im Scheitelbereich.
"Der androgenetische Haarausfall ist eine Blickdiagnose", sagt Schopf. Laboruntersuchungen könne man sich in diesem Fall sparen. Die Therapie unterscheide sich allerdings etwas zwischen den Geschlechtern: Bei Männern bestehe die Möglichkeit, mit dem Antiandrogen Finasterid als Tablette das Haar zu erhalten. Das funktioniere bei über 80 Prozent der Männer, so Schopf.
Die zweite Option sei die zweimal täglich aufzutragende fünfprozentige Minoxidillösung, die ebenfalls nachweislich das Kahlwerden stoppe. Schopf setzt die beiden Therapeutika, die in der Regel nicht von der GKV erstattet werden, je nach Vorliebe des Patienten ein. Durch die Kombination lassen sich auch Synergien erzeugen.
Für Frauen wird die Minoxidillösung nur in einer zweiprozentigen Lösung verwendet. Gelegentlich könne man es hier auch mit dem höher dosierten Präparat versuchen. Allerdings sollten die Patientinnen darauf hingewiesen werden, dass das Haar etwas strohig nach der Anwendung werde und dass sich Flaumbehaarung vor allem im Wangen- und Schläfenbereich verstärken könne, so Schopf.
Für Frauen gebe es auch noch die Option der hormonellen Haarwässer, für deren Wirksamkeit jedoch keine großen klinischen Studien vorlägen, so Meyer.
Besonders für Männer kommt auch noch die Haartransplantation in Betracht, bei der ein Streifen behaarte Kopfhaut okzipital entnommen und dann später entsprechend präpariert in follikulären Einheiten von ein bis drei Haaren in Schlitze am Oberkopf eingepflanzt wird.
von Angelika Ramm-Fischer

Alopecia areata
Kreisrund – das hat der Alopecia areata ihren Namen gegeben. Doch nicht immer ist ein kreisrunder Haarausfall eine Alopecia areata. Differenzialdiagnostisch kommen auch Pilzinfektionen oder eine (eher seltene) Trichotillomanie (das psychopathologische Ausrupfen der eigenen Haare) infrage. Bei einer Tinea capitis, die eher bei Kindern auftrete, fänden sich in den Herden Schuppen, aus denen sich im Kalilaugenpräparat schnell Pilzfäden nachweisen ließen, berichtet Professor Rudolf Schopf von der Uni-Hautklinik Mainz. Die Trichotillomanie hinterlässt auf den kahlen Stellen meist Einblutungen und es finden sich Stoppeln.
Die Alopecia areata ist eine Autoimmunreaktion, die im Laufe des Lebens immerhin etwa 1,8 Prozent der Bevölkerung trifft. Die häufige kleinherdige Form habe eine gute Prognose mit einer hohen Selbstheilungstendenz, erläutert Dr. Jens Meyer, niedergelassener Dermatologe in Bremen. Unterstützend kann hier mit corticoidhaltigen Externa eingegriffen werden.
Problematischer wird es bei größeren Herden, die netzförmig (Alopecia areata reticularis) oder bei der Ophiasis-Form als großflächige Areale an den Schläfen und im Nacken auftreten. Die Alopecia areata kann sich zur Totalis ausweiten, wenn am Kopf auch keine Wimpern und Augenbrauen mehr zu finden sind. Sprießt am ganzen Körper kein Haar mehr, spricht man von einer Alopecia areata universalis. Die Therapie ist Domäne des Dermatologen. Hier kann bei umschriebenen Arealen außer mit Corticoid-Kristallsuspension-Unterspritzungen auch ein Versuch mit DCP-Pinselungen unternommen werden. Dabei wird versucht, mit Diphenylcyclopropenon eine Kontaktallergie zu erzeugen, die quasi das örtliche Immungeschehen ablenkt und so den Haaren wieder eine Chance zum Wachsen gibt. Ähnlich funktionieren Pinselungen mit Quadratsäuredibutylester. Schopf hat auch gute Erfahrungen mit Dithranol extern gemacht. Allerdings benötigt diese Therapie Geduld, da sich Erfolge erst nach Wochen einstellen. Zur Überbrückung, bis sich wieder die Haare einstellen, kann hier auch eine Perücke verordnet werden.














http://www.kassenarzt.de/w3.php?pVId=198754694&nodeId=15576&page=3

http://www.haarerkrankungen.de/


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Kommentare:

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